Oberhessische Presse vom 14. Juli 2008

3 Tage Marburg startet mit Klang- und Farbenfeuerwerk

Marburg. Kurz nach der Eröffnung des Stadtfests am Freitagabend machten sich die ersten Besucher auf den Weg zum Schloss

Den meisten Zulauf hatte das traditionelle Orchesterkonzert der Jungen Marburger Philharmonie. Bis zu 1500 Zuhörer verfolgten das Konzertprogramm mit Stücken von Carl Maria von Weber, Alexander Arutjunjan, Engelbert Humperdinck und Franz Schubert. Nach den Ouvertüren zu „Freischütz“ und „Hänsel und Gretel“ brillierte Solist David Tasa beim Trompetenkonzert des armenischen Komponisten Arutjunjan. Leider störten vereinzelt Klänge von den umliegenden Bühnen während der leiseren Passagen.

Den krönenden Abschluss bildete die Sinfonie Nr. 8 in C-Dur von Franz Schubert, zu deren vierten Satz das heiß ersehnte Höhenfeuerwerk gezündet wurde. In auffälliger Synchronität harmonierten akustische und visuelle Elemente von Konzert und Feuerwerk. „Ich habe mich im Vorfeld mit Feuerwerker Walter Scharenberg intensiv über den Charakter von Schuberts Komposition ausgetauscht“, erklärt Kiril Stankow nach der gelungenen Vorstellung. Zur Vorbereitung wurde Scharenberg zudem mit Partitur und Aufnahme des Stücks versorgt, berichtete Stankow. Dominierende Goldtöne bildeten, versetzt mit edlen roten, blauen und grünen Raketenfächern das tolle Pendant am Himmel zum Klangfeuerwerk des Orchesters auf der Freilichtbühne.


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